Mittwoch, 10. August 2011

Heute, eine Geschichte!!

"Als Student verbrachte ich den Großteil meiner Sommerferien in den Highlands von Schottland.
Ich wanderte, zeltete und genoss die Ruhe, die Schönheit und den Frieden der zauberhaften Schottischen Berglandschaft.
An einem denkwürdigen Nachmittag schlenderte ich eine schmale Straße am Meer entlang. Sonnenstrahlen tauchten die ausserordentliche Schönheit der Landschaft um mich herum in ein besonders warmes Licht. Das samtige frische grün der Wiesen leuchtete, die Klippen wirkten wie gemeißelte Kathedralen, die sich hoch über das sprudelnde Meer erhoben. Die kleinen grünen und braunen Felseninseln schienen bis zum Horizont auf dem Wellen zu reiten.
Trotz meine schweren Rucksacks hüpfte ich vor Begeisterung die Straße entlang. Ich war wunschlos glücklich, hatte keine Sorgen und fühlte mich von der Schöpfung verwöhnt und inspiriert.
Vor mir sah ich ein kleines Auto, das am Wegrand neben der Klippe angehalten hatte. Natürlich stellte ich mir vor dass auch der Fahrer dieses Wagens so von der Schönheit dieses Tages überwältigt worden war, dass er angehalten hatte um diesen Anblick bis zur Neige auszukosten.

Als ich mich dem Wagen soweit genähert hatte, dass ich durch die Rückscheibe sehen konnte, war ich bestürzt und enttäuscht. Der einzige Insasse dieses Wagens, ein Mann mittleren Alters, saß auf der Rückbank und las Zeitung.
Das Blatt war so groß, dass es den ganzen Blick auf die Welt um ihn herum blockierte.
Also sah dieser Mann statt Meer, Inseln, Klippen, Himmel und Wiesen nur Kriege, Politik, Skandale und Sport.
Die Zeitung war zwar groß, hatte aber hauchdünne Seiten. Nur ein paar Millimeter jeseits der hässlichen Druckerschwärze breitete sich die regenbogenfarbige Hochstimmung der Natur aus.
Mir kam der Gedanke eine Schere aus dem Rucksack zu ziehen und ein kleines Loch in die Zeitung zu schneiden, um ihm zu zeigen, was er verpasste, während er die Börsennachrichten las.
Aber er war ein äusserst kräftig gebauter Schotte und ich nur ein abgemagerter Student, also ließ ich ihn die Nachrichten der Welt verschlingen und tanzte selber in die wunderbare Welt hinnein..."




Diese kleine Geschichte stammt aus einem Buch 'Vögel fliegen ohne Koffer' von Ajahn Brahm. In einigen Sätzen habe ich sie ein wenig verändert und verkürzt.
Ich liebe diese Geschichte, weil sie zeigt wie sehr wir uns mit Dingen beschäftigen, sie natürlich auch wichtig sind, aber wir verpassen damit all die schönen Dinge im Leben, für die wir dadurch einfach keinen Blick mehr haben. 
Ich wollte euch diese Geschichte einfach mal zeigen und damit auch für das Buch werben, ich finds klasse!!
 :)


2 Kommentare:

  1. Hey du :)

    Durch dein ODT bei stylefruits bin ich dort auf dein Profil gestoßen. Und von dort aus bin ich hier gelandet. Und nun habe ich erst mal deine Einträge durchstöbert und wollte dir einfach mal einen Kommentar da lassen, denn ich finde sowohl deine Bilder, als auch deine Lebenseinstellung und die absolute positive und fröhliche Lebensenergie die du versprühst herrlich erfrischend und äußerst sympathisch :)

    Und da du leider noch nicht allzu viele Kommentare hast (was ich schade finde) wollte ich dir positives Feedback da lassen und meinen Daumen hochstrecken, denn das was du tust finde ich super :)

    Ab jetzt werde ich häufiger vorbeischauen!

    Liebe Grüße,

    stardust

    AntwortenLöschen
  2. Ich freu mich gerade unglaublich doll über dieses Kommentar :) Vielen Dank, genau das wollte ich bezwecken, anderen Menschen etwas von meinen positiven Gedanken abzugeben :) Ich freu mich auch wenn ihr ordentlich kommentiert und diskutiert oder selbst mal was postet :)
    Vielen vielen lieben Dank, was für ein Kompliment!!
    Alles Liebe !

    AntwortenLöschen